Handschuhe
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Fahrradhandschuhe dämpfen Schläge vom Lenker, verbessern den Griff bei Schweiß und Nässe, schützen die Handflächen beim Sturz und halten die Finger warm. Kurzfinger für den Sommer, Langfinger für Gelände und Übergang, Winterhandschuhe gegen Wind und Kälte. Hier findest du Handschuhe für jede Jahreszeit und jeden Radtyp.
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Vier Gründe für Handschuhe
Der erste ist der Sturz: Wer fällt, fängt sich mit den Händen ab, und die Handfläche ist ohne Handschuh innerhalb eines Meters aufgeschürft. Der zweite ist der Griff: Schwitzige oder nasse Hände rutschen am Lenker, Handschuhe mit griffiger Innenhand nicht. Der dritte ist die Dämpfung: Polster in der Handfläche nehmen Vibrationen und Schläge auf, die auf Dauer die Nerven im Handballen reizen und zu Taubheit führen. Der vierte ist die Wärme – Finger kühlen im Fahrtwind als Erstes aus.
Welcher Handschuh passt, hängt von Jahreszeit und Einsatz ab: Kurzfingerhandschuhe für den Sommer auf Straße und Tour, Langfingerhandschuhe für Mountainbike, Gravel und Übergangszeit, Winterhandschuhe gegen Wind und Frost.
Polsterung: mehr ist nicht besser
Dicke Gelpolster klingen bequem, verschieben aber den Druck oft genau auf die Stelle, die entlastet werden soll, und verschlechtern das Lenkergefühl. Für Rennrad und Trekking haben sich dünne bis mittlere Polster bewährt, die den Handballen gezielt entlasten; im Gelände fahren viele bewusst ohne Polster, weil sie den Lenker präzise spüren wollen. Wer trotz Handschuhen taube Finger bekommt, sollte eher Lenkerhöhe, Sattelneigung und Griffe prüfen als dickere Polster kaufen.
Größe und Details
Ein zu enger Handschuh drückt auf die Nerven in der Handfläche und erzeugt genau das Kribbeln, das er verhindern soll. Miss den Handumfang ohne Daumen und wähle nach der Tabelle des Herstellers; der Handschuh sollte anliegen, ohne die Finger einzuzwängen. Praktische Details sind touchfähige Fingerkuppen für Handy und Navi, ein Frotteestück am Daumen für Schweiß und Nase, Schlaufen zum Ausziehen und Reflexelemente am Handrücken – die Hand beim Abbiegen ist damit deutlich besser zu sehen.
Handschuhe für Kinder
Kinder stürzen häufiger als Erwachsene, und sie fangen sich genauso mit den Händen ab. Kinderhandschuhe in kleinen Größen mit rutschfester Innenhand und ohne dicke Polster passen zum Laufrad und zum ersten Fahrrad; Langfingermodelle schützen im Winter und auf dem Pumptrack. Wichtig ist, dass das Kind sie selbst anziehen kann – Klettverschlüsse und weite Stulpen helfen – und dass sie nicht zu warm sind, sonst werden sie ausgezogen. Zusammen mit einem passenden Kinderhelm und, für die wilderen Fahrten, Knieprotektoren ist die Grundausstattung komplett.
Pflege und Lebensdauer
Handschuhe werden nach ein paar Fahrten gewaschen – von Hand oder in der Maschine bei 30 Grad, ohne Weichspüler, mit geschlossenem Klett. Leder-Innenhände nach dem Trocknen mit etwas Lederpflege geschmeidig halten. Verschlissen sind Handschuhe, wenn die Innenhand durchscheuert, das Polster flach wird oder die Fingerkuppen aufreißen; bei Kurzfingerhandschuhen sind es meist ein bis zwei Saisons, bei Winterhandschuhen deutlich länger. Ein zweites Paar zum Wechseln lohnt sich für alle, die täglich fahren – nasse Handschuhe trocknen über Nacht nicht immer.















