Ketten
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Die Kette ist das am schnellsten verschleißende Teil des Antriebs. Sie längt sich mit der Zeit, und wer sie rechtzeitig tauscht, spart Kassette und Kettenblätter. Entscheidend beim Kauf ist die Zahl der Gänge: Eine 12-fach-Kette ist schmaler als eine 9-fach-Kette und nicht austauschbar. Hier findest du Ketten für alle Schaltungen, Nabenschaltungen und E-Bikes.
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Wann die Kette fällig ist
Eine Kette wird nicht länger, weil sich das Metall dehnt, sondern weil die Bolzen und Hülsen verschleißen und Spiel bekommen. Ab einer Längung von 0,75 Prozent bei Antrieben bis zehn Gänge und 0,5 Prozent bei 11- und 12-fach-Antrieben greift die Kette nicht mehr sauber in Kassette und Kettenblätter und schleift deren Zähne aus. Eine Kettenverschleißlehre zeigt das in Sekunden. Je nach Fahrweise, Wetter und Pflege hält eine Kette 2.000 bis 5.000 Kilometer – am E-Bike wegen der höheren Kräfte meist weniger.
Wer die Kette rechtzeitig wechselt, fährt drei bis vier Ketten auf einer Kassette. Wer zu lange wartet, springt mit der neuen Kette auf der alten Kassette – dann wird beides fällig.
Die richtige Kette finden
Maßgeblich ist die Anzahl der Ritzel hinten: 7-, 8-, 9-, 10-, 11- oder 12-fach. Mit der Gangzahl wird die Kette schmaler; eine falsche Breite schaltet schlecht oder klemmt. Innerhalb einer Gangzahl passen Ketten verschiedener Hersteller meist zueinander, bei 12-fach-Antrieben lohnt aber der Blick auf die Vorgabe des Schaltungsherstellers. Nabenschaltungen und Singlespeed fahren breite, robuste Ketten ohne Rücksicht auf Gangzahl.
E-Bike-Ketten sind verstärkt und für die Belastung durch den Motor ausgelegt; sie passen auf normale Antriebe, umgekehrt hält eine normale Kette am E-Bike kürzer. Beschichtete Ketten rosten weniger und laufen leichter. Die Länge wird beim Einbau auf die des Rades angepasst – ein Kettennieter oder ein Kettenschloss gehört dazu.
Pflege verlängert alles
Eine geschmierte, saubere Kette hält doppelt so lange wie eine trockene und schmutzige. Nach nassen Fahrten abwischen, regelmäßig mit Kettenöl oder Wachs behandeln, bei sichtbarem Schmutz mit Entfetter reinigen. Verschleißlehre, Kettennieter und Kettenschlosszange findest du beim Werkzeug; wenn die Kette zu spät kommt, die passende Kassette gleich nebenan.
Kette kürzen und schließen
Eine neue Kette kommt zu lang und wird auf die Länge der alten gekürzt – oder, wenn die Kassette mitgewechselt wurde, neu bemessen: Kette über größtes Kettenblatt und größtes Ritzel legen, ohne Schaltwerk, zwei Glieder zugeben. Gekürzt wird mit dem Kettennieter; bei 11- und 12-fach-Ketten ist das Kettenschloss zum Schließen die einfachere und sicherere Lösung, weil die Nieten so schmal sind, dass Nachnieten nicht mehr empfohlen wird. Kettenschlösser sind meist nur einmal zu verwenden; eine Kettenschlosszange öffnet und schließt sie ohne Kraftakt. Laufrichtung beachten – manche Ketten sind asymmetrisch und tragen einen Pfeil oder eine Beschriftung, die nach außen zeigt.





