Bremsbeläge
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Bremsbeläge sind Verschleißteile, die regelmäßig gewechselt werden – und jeder Belag passt nur zu einem bestimmten Bremssattel. Organisch für leises, gut dosierbares Bremsen, gesintert für Nässe, lange Abfahrten und E-Bikes. Dazu Beläge für Felgenbremsen. Hier findest du Bremsbeläge für Scheiben- und Felgenbremsen.
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Den richtigen Belag finden
Scheibenbremsbeläge sind nicht universell: Form und Größe folgen dem Bremssattel, und jeder Hersteller hat je Baureihe eigene Formen. Halte deshalb Hersteller und Modell deiner Bremse bereit – es steht auf dem Sattel oder dem Hebel. Belaghersteller bieten für die gängigen Sättel passende Nachbauten in mehreren Mischungen an. Bei Felgenbremsen unterscheiden sich V-Brake-Beläge, Rennradbeläge mit Schuh und Beläge für hydraulische Felgenbremsen; hier zählt außerdem das Felgenmaterial – für Carbonfelgen braucht es spezielle Beläge.
Organisch, gesintert oder halbmetallisch
Organische Beläge aus Harz und Fasern greifen sofort, sind leise und schonen die Scheibe; sie verschleißen bei Nässe schneller und verlieren bei sehr langen Abfahrten an Kraft. Gesinterte Beläge aus Metallpartikeln halten länger, bremsen bei Nässe und Hitze besser und passen zu E-Bikes und Enduro – sie sind lauter und brauchen eine Einbremsphase. Halbmetallische Beläge liegen dazwischen. Manche Beläge haben Kühlrippen, die bei langen Abfahrten helfen. Nicht jeder Sattel ist für gesinterte Beläge freigegeben; die Angabe steht beim Bremsenhersteller.
Wechsel und Einbremsen
Beläge sind fällig, wenn weniger als ein Millimeter Belagmaterial auf der Trägerplatte bleibt oder wenn die Bremse nach Reinigung weiter schleift und quietscht. Beim Wechsel Kolben zurückdrücken, Beläge mit Feder einsetzen, Sicherungsstift oder -schraube nicht vergessen. Neue Beläge brauchen 20 bis 30 kräftige Bremsungen aus mittlerem Tempo, bis sie volle Kraft haben. Öl und Fett sind tabu – ein Tropfen Kettenöl ruiniert einen Belag. Verglaste Scheiben werden mit Bremsenreiniger gesäubert; verschlissene stehen bei den Bremsscheiben.
Felgenbremsbeläge: Gummi, Felge und Wetter
Bei Felgenbremsen ist der Belag ein Gummiklotz, der auf die Felgenflanke drückt. Er verschleißt schneller als ein Scheibenbremsbelag, vor allem bei Nässe, wenn Sand zwischen Belag und Felge gerät. Verschleißmarkierungen – Rillen im Gummi – zeigen, wann er fällig ist. Beläge für Aluminiumfelgen und für Carbonfelgen unterscheiden sich; falsche Beläge auf Carbon können die Felge überhitzen. Wichtig beim Einstellen: Der Belag trifft die Flanke vollständig, ohne den Reifen zu berühren, und steht vorn einen Hauch näher an der Felge als hinten, damit die Bremse nicht quietscht. Eingebettete Metallsplitter im Belag – erkennbar an Riefen auf der Felge – werden mit einer Nadel entfernt oder der Belag getauscht.









