Protektoren
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Protektoren schützen Knie, Ellenbogen, Schienbein und Rücken dort, wo Stürze wahrscheinlicher sind als im Alltagsverkehr: im Gelände, im Bikepark, beim Üben. Moderne Einlagen sind weich, atmungsaktiv und werden erst beim Aufprall hart. Hier findest du Knie- und Armprotektoren sowie Schutz für Rücken und Oberkörper.
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Schutz, der sich tragen lässt
Lange Zeit waren Protektoren starre Plastikschalen, die beim Treten scheuerten und im Sommer unerträglich warm wurden. Heute bestehen die meisten aus weichen, flexiblen Schaumstoffen, die sich beim Aufprall innerhalb von Millisekunden verhärten. Sie tragen sich wie eine dicke Bandage, lassen Luft durch und stören beim Pedalieren kaum. Genau das ist der Punkt: Protektoren schützen nur, wenn sie getragen werden – und getragen werden sie nur, wenn sie nicht stören.
Protektoren für den Radsport sind nach EN 1621-1 geprüft, einer Norm, die ursprünglich aus dem Motorradbereich stammt. Stufe 1 ist der Standard für Trail und Enduro, Stufe 2 dämpft stärker und ist für Downhill und Bikepark gedacht.
Was wo geschützt wird
Knieprotektoren sind das Teil, das am häufigsten gebraucht wird – das Knie trifft bei fast jedem Sturz zuerst auf. Es gibt sie als leichte Hülsen für Trail-Touren und als lange Ausführungen mit Schienbeinschutz für Bikepark und Downhill. Ellenbogen- und Armprotektoren folgen an zweiter Stelle; Rückenprotektoren und Protektorenwesten schützen die Wirbelsäule und werden vor allem im Bikepark und bei Rennen getragen.
Für Kinder, die auf dem Pumptrack oder im Gelände üben, sind Knie- und Ellenbogenschützer eine sinnvolle Grundausstattung – in Kindergrößen, damit sie nicht rutschen.
Passform: nicht zu locker, nicht zu eng
Ein Protektor, der beim Treten verrutscht, sitzt im Sturz nicht dort, wo er sein soll. Ein Protektor, der einschnürt, wird nach zwanzig Minuten abgelegt. Miss den Umfang von Knie oder Ellenbogen und wähle die Größe nach der Tabelle des Herstellers; Modelle mit Klettverschluss lassen sich feiner anpassen als reine Strumpfhülsen. Zur Ausrüstung gehören außerdem ein MTB-Helm oder – im Bikepark – ein Fullface-Helm sowie Langfingerhandschuhe.
Rücken, Brust und Hals
Neben Knie und Ellenbogen gibt es Schutz für den Rumpf. Rückenprotektoren gibt es als Einschub für den Rucksack, als Weste und als Protektorenjacke mit Schulter- und Ellenbogenschutz; sie sind nach EN 1621-2 geprüft und für Bikepark, Enduro-Rennen und Downhill sinnvoll. Brustprotektoren ergänzen die Weste nach vorn. Ein Nackenschutz, der den Kopf beim Sturz in Verbindung mit dem Fullface-Helm abfängt, ist im Downhill verbreitet. Für Touren und Trails ist das alles zu viel – dort reichen Knie, Ellenbogen und Handschuhe. Wer regelmäßig im Park fährt, fängt mit einer Protektorenweste an; sie trägt sich unter dem Trikot und wird oft vergessen, bis sie gebraucht wird.








