Laufrad,Roller,Dreirad
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Laufrad, Roller und Dreirad sind die ersten Fahrzeuge vor dem Fahrrad. Das Laufrad ist dabei der beste Einstieg: Kinder ab etwa zwei Jahren lernen darauf Gleichgewicht und Lenken und steigen später meist ohne Stützräder aufs Pedalrad um. Roller schulen Balance und Koordination, Dreiräder sind für die Allerkleinsten gedacht.
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Warum das Laufrad so gut funktioniert
Radfahren besteht aus zwei Dingen: Gleichgewicht halten und treten. Stützräder nehmen dem Kind das Erste ab und lehren es das Zweite – in der falschen Reihenfolge. Das Laufrad macht es umgekehrt: Das Kind schiebt sich mit den Füßen ab, hebt sie bei Fahrt an, lernt zu lenken, sich in die Kurve zu legen und zu bremsen. Wer das kann, setzt sich später aufs Pedalrad und fährt – oft am ersten Tag.
Ab wann? Sobald das Kind sicher läuft und im Sitzen mit beiden Füßen flach auf dem Boden steht, meist ab etwa zwei Jahren und rund 85 Zentimetern Körpergröße. Entscheidend ist die Sattelhöhe: Sie muss ein bis zwei Zentimeter unter der Innenbeinlänge liegen.
Worauf du beim Laufrad achten solltest
Das Gewicht: Ein Laufrad wird oft getragen – von Eltern und vom Kind. Unter vier Kilogramm ist gut. Die Sattelhöhe: Sie muss sich über einen weiten Bereich verstellen lassen, damit das Rad ein bis zwei Jahre mitwächst. Die Reifen: Luftreifen rollen leichter und dämpfen besser als Vollgummi, brauchen aber gelegentlich Luft. Eine Bremse ist bei Laufrädern kein Muss, bereitet aber auf das Fahrrad vor. Ein Lenkeinschlagsbegrenzer verhindert, dass der Lenker beim Sturz umschlägt.
Ein passender Kinderhelm gehört vom ersten Tag dazu – auch weil Kinder auf dem Laufrad schnell überraschend flott werden.

Roller und Dreirad
Der Roller ist die Ergänzung zum Laufrad, nicht der Ersatz: Er schult Balance und Koordination auf andere Weise und ist für Kindergarten- und Schulweg lange beliebt. Achte auf griffige Reifen, eine gut erreichbare Hinterradbremse und einen höhenverstellbaren Lenker. Das Dreirad ist für Kinder gedacht, die für das Laufrad noch zu klein sind; mit Schiebestange wird es zum Kinderwagen-Ersatz. Fürs Gleichgewicht bringt es wenig – dafür kommt dann das Laufrad.
Und danach?
Wer auf dem Laufrad sicher rollt, Kurven fährt und bremst, ist bereit für das erste Pedalrad. Die passenden Größen findest du bei den 12-, 16- und 18-Zoll-Kinderrädern. Grundsätzliches zur Größenwahl steht bei den Kinderfahrrädern.
Mitwachsen: Laufrad mit Pedalen und Rutschautos
Zwischen Laufrad und Fahrrad gibt es Zwischenformen. Laufräder, an die sich später ein Pedalantrieb anbauen lässt, begleiten das Kind vom zweiten bis zum fünften Jahr – erst als Laufrad, dann als leichtes erstes Fahrrad in derselben Größe. Das funktioniert gut, weil das Kind das vertraute Rad behält und nur das Treten neu lernt. Für die Kleinsten unter zwei Jahren sind Rutschautos und Rutschräder mit vier Rädern der Einstieg: sitzen, abstoßen, lenken, ohne Gleichgewicht. Sie sind kein Ersatz fürs Laufrad, aber die Vorstufe. Bei allen gilt: Das Kind muss mit beiden Füßen flach auf dem Boden stehen und die Griffe bequem erreichen können.

