Fahrräder

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Fahrräder ohne Motor decken die ganze Bandbreite ab: Cityräder und Trekkingräder für Alltag und Tour, Gravelbikes und Rennräder für sportliche Kilometer auf Asphalt und Schotter, Mountainbikes fürs Gelände, dazu Kinderräder und Lastenräder. Welche Bauart zu dir passt, entscheidet vor allem, wo und wie oft du fährst. Über die Kategorien unten kommst du direkt zum passenden Typ und kannst anschließend gezielt filtern.

rennrad und gravel weidemann

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Das Fahrrad – einfach, effizient und vielseitig

Kaum ein Fortbewegungsmittel bringt so viel Weg aus so wenig Aufwand wie das Fahrrad. Aus einer denkbar einfachen Grundidee – zwei Räder, ein Rahmen, eine Kette – ist über Generationen eine ganze Familie sehr unterschiedlicher Räder geworden.

Der Grund dafür ist banal: Ein Rad, das dich jeden Morgen entspannt ins Büro bringt, muss etwas anderes können als eines, mit dem du am Wochenende Höhenmeter sammelst oder den Wocheneinkauf nach Hause fährst. Sitzposition, Reifen, Übersetzung und Ausstattung sind deshalb keine Geschmacksfrage, sondern folgen dem Einsatz.

Was alle Typen verbindet: Du kommst leise, günstig und aus eigener Kraft voran – im Alltag oft schneller als gedacht und in der Freizeit mit deutlich mehr vom Weg.

Welches Fahrrad passt zu dir?

Die Bauart entscheidet sich weniger am Wunschbild als an drei nüchternen Fragen: Wo fährst du, wie weit, und was nimmst du mit?

Auf Asphalt und kurzen Wegen zählt eine aufrechte, bequeme Haltung mehr als jedes eingesparte Gramm. Sobald die Strecken länger werden, verschiebt sich das: Eine leicht gestreckte Sitzposition entlastet den Rücken, schmalere Reifen rollen leichter, eine feinere Abstufung der Gänge hilft am Berg. Und wenn Gepäck, Einkäufe oder Kinder mitfahren, braucht der Rahmen die passenden Aufnahmen und stabile Laufräder.

Die Frage nach dem Untergrund nimmst du am besten ernst. Sie entscheidet über Reifenbreite und Fahrwerk – und damit darüber, ob dir dein Rad auf deiner Strecke Arbeit abnimmt oder abverlangt.

Verschiedene Fahrradtypen nebeneinander im Vergleich

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Diese Merkmale trennen die Bauarten am deutlichsten – und sie hängen alle miteinander zusammen.

  • Sitzposition Aufrecht und bequem für die Stadt, gestreckt und windschnittig für lange, schnelle Strecken.
  • Reifen Schmal und glatt rollt leicht auf Asphalt, breit und profiliert bringt Grip auf Schotter und Wurzeln.
  • Übersetzung Große Bandbreite für Steigungen und Gepäck, enge Abstufung für gleichmäßiges Tempo auf der Straße.
  • Fahrwerk Ungefedert ist leicht und wartungsarm, Federung schluckt Schläge und hält das Rad am Boden.
  • Gewicht Jedes Kilo weniger merkst du am Berg und beim Tragen – im Alltag zählt Robustheit oft mehr.
  • Ausstattung Licht, Schutzbleche, Ständer und Gepäckträger machen ein Rad alltagstauglich und kosten Gewicht.

Die Fahrradtypen im Überblick

Acht Bauarten decken praktisch alles ab, was du auf zwei Rädern vorhast. Die Übergänge sind dabei fließend – ein sportliches Trekkingrad und ein alltagstaugliches Gravelbike liegen näher beieinander, als die Namen vermuten lassen. Die folgenden Abschnitte sagen dir, wofür jeder Typ gebaut ist und für wen er sich lohnt.

Citybike

Das Citybike ist auf kurze und mittlere Wege in der Stadt ausgelegt. Du sitzt aufrecht, hast den Verkehr im Blick und kommst an der Ampel bequem mit einem Fuß auf den Boden. Der Einstieg ist oft tief, die Übersetzung überschaubar, die Ausstattung meist komplett: Licht, Schutzbleche, Ständer und Gepäckträger sind ab Werk dabei.

Typischer Einsatz: Weg zur Arbeit, Einkauf, Bahnhof, abends noch schnell zum Verein.

Passt zu dir, wenn du überwiegend auf Asphalt unterwegs bist, Wert auf Bequemlichkeit legst und ein Rad willst, das ohne Vorbereitung einsatzbereit ist.

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Citybike im Stadtverkehr aufrechte Sitzposition

Trekkingrad

Das Trekkingrad ist der Alleskönner unter den klassischen Rädern. Es übernimmt die Alltagsausstattung des Citybikes – Licht, Schutzbleche, Gepäckträger – kombiniert sie aber mit einer sportlicheren Sitzposition, einer größeren Gangbandbreite und einem Rahmen, der auch mit vollem Gepäck ruhig läuft.

Typischer Einsatz: täglicher Arbeitsweg genauso wie die Tagestour am Wochenende oder eine Woche entlang eines Flussradwegs.

Passt zu dir, wenn du regelmäßig längere Strecken fährst, dabei nicht auf Alltagstauglichkeit verzichten willst und auch mal Gepäck mitnimmst.

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Trekkingrad mit Gepaecktaschen auf einem Radweg

Citybike oder Trekkingrad?

Beide sind alltagstauglich ausgestattet. Der Unterschied liegt in der Reichweite.

Das Citybike ist für den kurzen Radius gebaut: sehr aufrecht, wendig, unkompliziert. Auf zehn Kilometern ist das angenehm – auf fünfzig wird die Haltung anstrengend, weil dein Gewicht dauerhaft auf dem Sattel lastet und der Fahrtwind die volle Fläche findet.

Das Trekkingrad nimmt dich etwas nach vorn. Das verteilt dein Gewicht auf Hände, Sitz und Pedale, entlastet den Rücken auf Dauer und geht spürbar leichter gegen den Wind. Dazu kommen mehr Gänge für Steigungen und ein Rahmen, der auch beladen stabil bleibt.

Faustregel: Bis etwa zehn Kilometer pro Fahrt reicht ein Citybike bequem. Liegst du regelmäßig darüber oder planst Touren, bist du mit einem Trekkingrad besser bedient.

Rennrad

Beim Rennrad ist alles auf Tempo auf Asphalt ausgelegt: schmale, glatte Reifen, ein leichter Rahmen, ein Rennlenker mit mehreren Griffpositionen und eine gestreckte Sitzposition, die dem Fahrtwind wenig Angriffsfläche bietet. Auf Ausstattung wird bewusst verzichtet – was nicht dem Vortrieb dient, fehlt.

Typischer Einsatz: schnelle Feierabendrunde, lange Ausfahrt am Wochenende, Höhenmeter im Training.

Passt zu dir, wenn du auf befestigten Straßen fährst und Freude an gleichmäßigem Tempo und Effizienz hast.

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Rennrad auf einer Passstrasse

Gravelbike

Das Gravelbike sieht aus wie ein Rennrad und fährt sich auf der Straße auch fast so – hat aber deutlich mehr Platz zwischen Rahmen und Reifen. Damit passen breitere, profilierte Reifen, die auf Schotter, Waldwegen und schlechtem Asphalt Ruhe ins Fahrverhalten bringen. Die Geometrie ist etwas entspannter, viele Modelle haben Aufnahmen für Gepäck.

Typischer Einsatz: gemischte Runden aus Asphalt und Feldweg, Bikepacking, Strecken, bei denen du vorher nicht genau weißt, was kommt.

Passt zu dir, wenn du sportlich fahren willst, dich aber nicht auf perfekten Belag festlegen möchtest.

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Gravelbike auf einem Schotterweg

Rennrad oder Gravelbike?

Die beiden teilen sich Rennlenker und sportliche Grundhaltung. Getrennt werden sie vom Untergrund.

Ein Rennrad ist auf Asphalt kaum zu schlagen: leichter, rollt auf schmalen Reifen mit weniger Widerstand, beschleunigt direkter. Sobald der Belag rau wird oder Schotter dazukommt, wird es unruhig – die schmalen Reifen finden wenig Halt und du spürst jede Fuge.

Das Gravelbike gibt einen Teil dieser Effizienz ab und bekommt dafür Spielraum. Breitere Reifen mit weniger Luftdruck schlucken Unebenheiten, die stabilere Geometrie verzeiht mehr. Auf der Straße bist du damit ein paar Prozent langsamer – auf allem anderen deutlich schneller und entspannter.

Faustregel: Fährst du fast nur auf Asphalt, nimm das Rennrad. Kommt regelmäßig Schotter oder Waldweg dazu, ist das Gravelbike das vielseitigere Rad.

Mountainbike Hardtail

Ein Hardtail hat eine Federgabel vorn und einen starren Hinterbau. Das macht es leichter, direkter im Antritt und einfacher im Unterhalt als ein voll gefedertes Rad: Jeder Tritt geht ohne Umweg ins Hinterrad, und es gibt hinten keine Lager und keinen Dämpfer, die gewartet werden wollen.

Typischer Einsatz: Waldwege und Forststraßen, Touren mit moderaten Trailanteilen, lange Marathonstrecken.

Passt zu dir, wenn du überwiegend rollende Strecken fährst, ein leichtes und unkompliziertes Rad willst und ein direktes Fahrgefühl schätzt.

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Hardtail auf einem Waldweg

Mountainbike Fully

Ein Fully ist vorn und hinten gefedert. Der Hinterbau hält das Rad auf ruppigem Untergrund in Kontakt zum Boden – das bringt spürbar mehr Traktion beim Klettern, mehr Kontrolle in der Abfahrt und deutlich weniger Schläge auf Arme, Rücken und Handgelenke.

Typischer Einsatz: technische Trails, längere Abfahrten, Wurzelteppiche und Steinfelder.

Passt zu dir, wenn du regelmäßig im anspruchsvollen Gelände unterwegs bist und für Komfort und Kontrolle etwas Mehrgewicht und Wartung in Kauf nimmst.

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Fully auf einem technischen Trail

Hardtail oder Fully – was ist der Unterschied?

Der Unterschied ist ein einziges Bauteil mit großer Wirkung: die Federung am Hinterbau.

Beim Hardtail ist der Hinterbau starr. Jeder Tritt geht direkt ins Hinterrad, das Rad ist leichter und braucht weniger Pflege. Auf glatten Wegen und beim Klettern auf festem Boden ist das ein Vorteil. Wird es ruppig, federst du selbst – über Beine, Arme und die Linienwahl.

Beim Fully arbeitet der Hinterbau mit. Das Hinterrad folgt dem Boden, statt darüber zu springen: mehr Grip, ruhigeres Fahrverhalten, weniger Ermüdung auf langen Abfahrten. Dafür sind Fullys schwerer, teurer und haben Lager und Dämpfer, die gewartet werden wollen.

Faustregel: Besteht dein Gelände aus Forststraßen und einfachen Trails, bekommst du mit einem Hardtail für dasselbe Geld die bessere Ausstattung. Sobald technische Abfahrten regelmäßig dazugehören, spielt das Fully seine Stärken aus.

Kinderfahrrad

Beim Kinderrad entscheidet vor allem die Größe. Ein Rad, das zu groß gekauft wird, damit es länger passt, lässt sich schlechter kontrollieren: Die Füße erreichen den Boden nicht, der Lenker ist zu weit weg, das Anfahren wird zur Hürde. Wichtig sind außerdem geringes Gewicht, kurze Kurbeln, schmale Griffe und Bremshebel, die kleine Hände wirklich durchziehen können.

Typischer Einsatz: Weg zur Schule, Runden im Wohngebiet, erste gemeinsame Touren mit der Familie.

Passt zu dir, wenn dein Kind sicher fährt und das nächste Stück Selbstständigkeit dran ist. Für die Größe sagt die Innenbeinlänge mehr aus als das Alter – frag uns einfach.

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Kind auf einem passenden Kinderrad

Lastenrad

Das Lastenrad verlegt die Ladefläche dorthin, wo sie nicht stört: vor den Fahrer oder über ein verstärktes Hinterrad. So transportierst du Einkäufe, Getränkekisten, Werkzeug oder Kinder, ohne dass das Rad unruhig wird. Rahmen, Laufräder und Bremsen sind auf das Zusatzgewicht ausgelegt, der längere Radstand läuft ruhiger geradeaus.

Typischer Einsatz: Wocheneinkauf, Kita und Schule, Transporte im Stadtgebiet – Wege, für die sonst das Auto herhalten müsste.

Passt zu dir, wenn du regelmäßig etwas zu transportieren hast und deine Strecken überwiegend flach und kurz sind. Kommen Steigungen oder längere Wege dazu, lohnt der Blick auf die elektrische Variante.

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Lastenrad mit beladener Transportbox

Unsicher, welches Rad passt?

Rahmengröße, Sitzposition und Reifenbreite klären sich am schnellsten im direkten Gespräch – meist reichen ein paar Fragen zu deiner Strecke. Melde dich einfach bei uns.

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Häufige Fragen

Welche Rahmengröße brauche ich?

Die Rahmengröße richtet sich nach deiner Körpergröße und vor allem nach der Innenbeinlänge – je nach Bauart fällt sie unterschiedlich aus. Liegst du zwischen zwei Größen, entscheidet, wie sportlich du sitzen willst: die kleinere Größe ist wendiger, die größere gestreckter. Wenn du unsicher bist, schreib uns deine Maße.

Wie viele Gänge brauche ich wirklich?

Wichtiger als die Anzahl ist die Bandbreite: wie leicht der leichteste und wie schnell der schnellste Gang ist. Im flachen Alltag reichen wenige, gut abgestufte Gänge völlig. Für Steigungen und Gepäck zählt vor allem ein ausreichend kleiner Berggang.

Nabenschaltung oder Kettenschaltung?

Die Nabenschaltung sitzt geschützt im Hinterrad, ist wartungsarm und lässt sich im Stand schalten – praktisch für Stadt und Alltag. Die Kettenschaltung ist leichter, hat eine größere Bandbreite und feinere Abstufung, braucht dafür etwas mehr Pflege. Für Touren und sportliches Fahren ist sie meist die bessere Wahl.

Was braucht ein Fahrrad für den Straßenverkehr?

Vorgeschrieben sind zwei voneinander unabhängige Bremsen, eine Klingel, Front- und Rücklicht, je ein Reflektor vorn und hinten sowie Reflektoren an den Pedalen und in den Laufrädern. Citybikes und Trekkingräder bringen das ab Werk mit. Bei Rennrad, Gravelbike und Mountainbike gehört die Beleuchtung meist nicht zum Lieferumfang und wird nachgerüstet.

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