Giant entdecken

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Die Geschichte von Giant

Giant entstand 1972 in Taiwan und produzierte zunächst als Auftragsfertiger für internationale Marken. Aus dieser Rolle heraus baute das Unternehmen eine Fertigungskompetenz auf, die es später unter eigenem Namen nutzte – ein bis heute seltener Weg in der Fahrradbranche.

Prägend waren mehrere technische Weichenstellungen: die Serienfertigung von Aluminiumrahmen, als Stahl noch Standard war, die breite Verfügbarmachung von Carbon, die Compact Road Technology für moderne Rennradgeometrien, das Maestro-Federungssystem für vollgefederte Mountainbikes und 2013 die Einführung von 27,5-Zoll-Laufrädern. Heute gehören E-Bikes zu den zentralen Produktlinien.

Wofür Giant steht

Giants Besonderheit ist die Fertigungstiefe. Wo viele Marken Rahmen und Anbauteile zukaufen, entwickelt und produziert Giant große Teile selbst – vom Carbonlayup über Laufräder bis zu Antriebskomponenten der E-Bikes. Das erklärt, warum das Preis-Leistungs-Verhältnis der Marke regelmäßig hervorgehoben wird: Zwischenstufen in der Lieferkette entfallen.

Technisch tritt Giant eher sachlich als spektakulär auf. Die Modellnamen sind über Jahre stabil, die Weiterentwicklung erfolgt in Schritten. Wer ein Rad langfristig nutzen und später Ersatzteile oder Nachfolgemodelle finden will, profitiert von dieser Kontinuität.

Giant Rennräder und Gravelbikes

Auf der Straße gliedert sich das Angebot klar nach Einsatzprofil. Das TCR ist das leichte Allround-Rennrad mit Fokus auf Steifigkeit und Gewicht, das Defy die komfortorientierte Variante für lange Strecken, das Propel das aerodynamisch optimierte Modell. Das Contend deckt den Einstieg ab.

Im Gravelbereich steht das Revolt für breitere Reifenfreiheit und eine ruhigere Geometrie – gedacht für Schotter, gemischte Untergründe und Bikepacking. Rahmen der höheren Ausbaustufen nutzen Giants Advanced-Composite-Carbon, die zugänglicheren Varianten den hauseigenen ALUXX-Aluminiumbau.

Giant Mountainbikes und E-Bikes

Im Gelände arbeitet Giant bei vollgefederten Rädern mit dem Maestro-Hinterbau, der Antriebseinflüsse und Bremsverhalten weitgehend von der Federung entkoppeln soll. Die Palette reicht vom Cross-Country-Rad bis zum Enduro, dazu kommen Hardtails für Touren und Einstieg.

Bei den E-Bikes setzt Giant überwiegend auf das eigene SyncDrive-Antriebssystem, das in Zusammenarbeit mit einem Zulieferer entsteht und auf die jeweiligen Radgattungen abgestimmt wird. Angeboten werden E-Trekkingräder für Touren und Alltag, E-Mountainbikes fürs Gelände sowie City-Modelle mit tiefem Einstieg.

Liv und Momentum

Liv wurde 2008 als eigenständige Marke für Frauen gegründet und entwickelt Räder, Bekleidung und Zubehör von Grund auf für weibliche Fahrerinnen statt als abgeleitete Variante bestehender Modelle. Momentum ist die Linie für den urbanen Alltag mit Schwerpunkt auf Pendeln und Transport.

Beide Marken nutzen die Fertigung und Technologiebasis von Giant, treten am Markt aber eigenständig auf.

Für wen eignet sich Giant?

Giant passt gut, wenn ausgereifte Technik und ein verlässliches Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund stehen. Die Modellstruktur ist übersichtlich, die Ausstattungsstufen sind klar getrennt. Wer bewusst eine kleine, regionale Manufakturmarke oder ein individuell konfigurierbares Rad sucht, wird eher anderswo fündig.

Unternehmensangaben nach: giant-bicycles.com, liv-cycling.com

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